Spirituelle Psychotherapie


Herkömmliche Psychotherapieformen beschäftigen sich mit der Beziehung des einzelnen zu sich selbst und mit zwischenmenschlichen Beziehungen. Dort werden diese Beziehungen analysiert, festgefahrene Muster erkannt, bewusst gemacht und durchgearbeitet. Ziel dieser Arbeit ist die Integration aller Persönlichkeitsaspekte und der Aufbau einer selbstbewussten Persönlichkeit.

Die Spirituelle Psychotherapie stellt zusätzlich die Beziehung zu dem, was über uns und unsere zwischenmenschlichen Beziehungen hinausgeht, in den Mittelpunkt der Arbeit. Hier geht es darum über die eigene Person hinauszugehen, uns im Zusammenhang mit der Welt zu erleben, unser Sein zu spüren.

Oft fehlen dann die Worte um unser Erleben zu beschreiben, deshalb hier einige verbale Puzzleteile:

"The core wound we all suffer from is the disconnection from our own being."
"Die tiefste Wunde, unter der wir alle leiden, ist die Trennung von unserem eigenen Sein."
                          John Welwood, Toward a Psychology of Awakening.

"Es gilt, dessen innezuwerden, dass wir mehr sind, als wir bis jetzt von uns geglaubt haben."
                          Willigis Jäger und Beatrice Grimm, Der Himmel in Dir.

"Aus meinem Selbst heraus zu leben heißt zu begreifen, dass nichts mehr zufällig ist in meinem Leben. Weil ich in Verbindung mit dem Fluß meiner Entwicklung bin, bin ich offen für das, was der Augenblick bringt."
                          Anna Maurer, Auf der Suche nach dem Selbst.

Der Weg zu unserm Selbst führt uns über den Körper. So eigenartig das klingen mag, nur über unseren Körper können wir uns erfahren und erleben. Der Körper ist der Ausgangspunkt, die Form, die uns zur Verfügung steht um in Kontakt zu treten mit dem Sein.

Mit einer Haltung aus Achtsamkeit, Akzeptanz und Absichtslosigkeit nähern wir uns unserm Inneren und bringen somit mehr und mehr Bewusstsein in unser Erleben. Durch dieses wertfreie Beobachten unseres Körpererlebens beruhigt sich unser Verstand, es gelingt uns in dem Aufzugehen, was im Moment ist. Es geht darum, das Wahrzunehmen, was jetzt im Moment ist, das was wir jetzt fühlen, denken, erinnern und das was jenseits all der Gedanken und Gefühle zu spüren ist. Das was immer da ist, das wir zwischen den Gedanken, in den Gedankenlücken, spüren können, das was zwischen dem Ein- und Ausatem spürbar ist, ist unser Sein.